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Ausgabe 2, Dezember 2006

ATV-Trophy Challange 2006

in Drobany (bei Pilzen) CZ vom 28.-30. Juli 2006

Bereits am Freitag (dem Anreisetag) gab es pro Team eine Prologrunde in der sich die Fahrer zum ersten Mal mit dem Gelände bekanntmachen konnten.
Am Samstag wurden im Anschluß an die technische Abnahme 4 Runden gefahren. Den Startern blieben pro Runde 1 Stunde Zeit, um die jeweils 9 km zu bewältigen.
Die Strecken waren sehr anspruchsvoll, so dass von den 19 gestarteten Teams nur 6 das Ziel erreichten, wobei ein Großteil der Teams bereits in den ersten beiden Runden ausschieden. Von schnellen Strecken bis hin zu extremen Trial-Passagen mit tiefen Schlammlöchern war alles vertreten, so dass eine gute Kondition sicherlich von Vorteil war. Auch der am Nachmittag einsetzende leichte Regen machte das Gelände nur anspruchsvoller. Bei der gemütlichen Siegerehrung am Abend war man sich einig, dass die gesamte Trophy alles vom Fahrer und vom Material gefordert hat. Eine rundum gute Veranstaltung, die Lust aufs nächste Mal machte.
Weitere Infos unter: www.4wheels2u.de



Erlebnisse eines Newcomers

von Urte Bleydorn

Wieder ein Trialwochenende und die Sonne lacht. Die besten Voraussetzungen für ein schönes Wochenende. Für jede Teilnehmergruppe sind die Tore gesteckt und es kann losgehen. Nach einiger Überredung entscheide ich mich, als Newcomer selber zu starten. Eine Nachnennung ist noch möglich. Die Aufregung ist groß. Einsteigen in die Suse und… Ach du Schreck, die Beine sind zu kurz und der Sitz lässt sich nicht verstellen. Was nun? Rückenpolster werden gesucht. Ein Benzinkanister ist zu hart, aber Polster aus dem Wohnmobil sind passend. Nun kann ich endlich starten. Helm auf, anschnallen und Abfahrt. Die Nervosität steigt ins unermessliche, die Beine und Hände zittern vor Aufregung. Gut, dass ich einen erfahrenen Beifahrer habe. Er kann mit Tipps geben und mich beruhigen.
Die ersten Tore sind erfolgreich durchfahren. Hier mal ein Rücksetzter, dafür die nächste Kurve in eins gekriegt. Mal geht es haarscharf und langsam an einer Stange vorbei. Bleibt die Kugel liegen? Ja, Glück gehabt. Die Beine zittern immer noch. Erst nach der Sektion werde ich ruhiger, bis zum nächsten Start. So geht es in den nächsten Sektionen weiter. Auch fällt mal eine Kugel, aber die Stangen lass ich stehen und durchfahre alle Tore. Inzwischen ist mein Mann auch einige Runden gefahren. Er fährt mit unserer Suse in der Klasse der Verbesserten. D. bed., er muss 10 “normale” und 2 verbesserte Sektionen fahren. Während ich bei meiner vorletzten Sektion starten will, muss er noch 4 fahren. Also los geht’s. Die Strecke sieht einfach aus. Bis zum 5. Tor habe ich einen Rücksetzer weniger als mein Mann. Schaffe ich es bis zum Ausgang ohne Punkte? Da passiert es: auf dem Hügel macht es knack und die Antriebswelle ist beschädigt. So ein Mist!!! Abbruch der Sektion, 6 Tore nicht durchfahren und das Ende des Trials für mich und meinen Mann? Warum musste mir das passieren? Ich fühle mich sehr unwohl in meiner Lage. Ein blöder Fahrfehler und das Aus für uns beide. Mein Mann tröstet mich. Abwarten, vielleicht kann er es reparieren. Und wenn nicht? Aber wir haben Glück. Mit Hilfe anderer Teilnehmer kann mein Mann den Schaden in der glühenden Hitze beheben und nach 1 Stunde Verzögerung können wir noch die letzten Sektionen fertig fahren. So hat der Tag doch noch ein glückliches Ende gefunden.
Ich überlege, ob ich wieder mal fahren soll oder nicht, denn ich möchte meinem Mann nicht die Tour vermasseln. Er hingegen bestärkt mich wieder zu fahren. Neben dem Spaß kann man beim Trialfahren viele Erfahrungen sammeln, die auch für den täglichen Straßenverkehr nützlich sein können.
Ich überlege noch. Wir werden sehen.
Bis zum nächsten Mal.

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