Ausgabe 2, Dezember 2006
Was ist eigentlich ein Buschtaxi?
Buschtaxi
nennt man liebevoll die teilweise abenteuerlichen Gefährte,
welche die Bevölkerung in Zentralafrika als öffentliche
Verkehrsmittel nutzt. Diese Fahrzeug müssen naturgemäß
extrem robust, geländegängig und vor allem geräumig
sein.
Der Toyota Landcruiser Station verkörpert diese Eigenschaften
wie kein anderer mit seinen hervorragend geeigneten Fahreigenschaften
und bis zu 13 (offiziellen) Sitzplätzen. Dieser Geländewagen
ist nahezu unzerstörbar und nimmt es auch nicht übel,
wenn mal ein paar Fahrgäste mehr an Board sind. Auf unseren
Straßen gehört der Landcruiser eher zu den exotischen
Modellen, so dass das d Buschtaxitreffen in Buseck-Beuern zum absoluten
Muß aller Liebhaber dieser Wagen gehört.
Bereits 1950 begann Toyota mit den Arbeiten am Prototyp eines Geländewagens,
der bereits ein Jahr später als BJ 40 von japanischen Behörden
eingesetzt wird. Es wurden nur 4 der 298 produzierten Fahrzeugen
exportiert. 1954 wurde der BJ zum Land Cruiser und begann seinen
internationalen Siegeszug. Nachdem Toyota 1956 den bis dahin verwendeten
85 PS starken Diesel-Motor durch einen 3,9-Liter-Benziner mit 109
PS ersetzt, gehen ca. die Hälfte der 1.000 Land Cruiser der
dritten Generation in den Export. Bereits 1957 verdreifachte sich
die Produktion und der Export umfasst nahezu 85 Prozent.
Von 1960-86 wird der BJ in unzähligen Versionen hergestellt.
Das neue Getriebe verfügt über eine echte Gelände-Untersetzung,
und mit den manuell bedienbaren
Freilaufnaben wird der Frontantrieb zugeschaltet.
In den Jahren 1961-65 wird der Land Cruiser zum meistverkauften
Toyota in den USA. Nachdem 1968 der 100.000ste Land Cruiser die
Werkshallen verließ, wurde bereits 1972 der Verkauf des 200.000sten
Fahrzeugs gemeldet.
1977 kommt der J4 auch nach Deutschland.
Mit dem J7 erhält der Land Cruiser 1985 mit neuer Karosserie,
erstmals eine schräg stehende Frontscheibe, Servolenkung und
eine umklappbare Rücksitzbank. Sein Radstand beträgt 2,310
m, und ist wahlweise mit 2,4-Liter-Benziner (105 PS) oder 2,4-Liter-Saugdiesel
(72 PS) erhältlich, der 1986 durch einen Turbodiesel mit gleichem
Hubraum und 86 PS ersetzt wird. Neben einer besseren Beschleunigung
und einer höhere Spitzengeschwindigkeit erreicht der Turbo
auch ein höheres Drehmoment.
In
den Folgejahren wurde mehr Wert auf die Optik gelegt, und der Toyota
erhielt vermehrt Chrom, Sporträder und diverse Anbauten wie
Trittbretter u.ä.
Es wird mehr Wert auf Komfort gelegt, und der zuschaltbare Allradantrieb
sowie eine automatische Differentialsperre sorgen für optimalen
Vortrieb im Gelände.
1996 löst der J9 den beliebten J7 ab, und zeichnet sich durch
Einzelradaufhängung vorn und Mehrlenkerachse hinten aus. Zum
Jubiläum präsentiert Toyota 2001 die luxuriösen Sondermodelle
50th Anniversary mit Klimaautomatik, Dachreling, Volllederausstattung
und polierten Leichtmetallrädern. Im Frühjahr 2003 fuhr
dann der J12 in die Reifenspuren seiner Vorgänger.
Alles in allem war und ist jedes Modell des Land Cruisers ein faszinierender
Wagen für alle, die es etwas kerniger mögen.
Mehr Informationen zu den Fahzeugen und zum Buschtaxi-Treffen am
07.-09. September 2007 finden Sie unter www.buschtaxi.de
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