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Ausgabe 2, Dezember 2006

Off Road Festival in Somogybabod, Ungarn

Das Offroad Festival in Somogybabod, Ungarn, findet jedes Jahr am Pfingstwochenende statt. Dieses Jahr war es bereits das 20. Offroad Festival und fand am Wochenende vom 2. bis zum 4. Juni statt. Dorthin reisen jedes Jahr 500 bis 800 Starter aus Ungarn, Österreich, Deutschland, Italien, Frankreich und anderen europäischen Ländern. Somogybabod liegt 25 Kilometer südlich vom Plattensee. Das Gelände ist etwa 180 Hektar groß. Die Veranstaltung ist ausschließlich für Fahrzeuge, die auch für den Straßenverkehr zugelassen sind. Die Preise betrugen dieses Jahr 40 Euro Nenngeld für das Rennen inklusive der Wettbewerbe und 6 Euro pro Tag für das Offroad Campen inklusive Wasser und Strom.
Wir haben uns von zwei Teilnehmern, Hanna Warrelmann und Claus Siemers, berichten lassen, wie die Stimmung am diesjährigen Jubiläums Festival war.
Claus und Hanna erzählten uns, dass dieses Jahr sehr “extremes” Wetter herrschte. Deshalb nahmen auch nur etwa 600 Starter teil. 15 Stunden Dauerregen schufen ein interessantes Gelände, das an “Motor in Gelee” erinnerte. Selbst in den Radkästen des LJ’s von Claus und Hanna konnte sich eine große Schubkarre voll Schlamm absetzen. Das Gelände war nur schwer zu erreichen, da bereits die Zufahrtsstraßen jeder Trophy als Teststrecke sehr gut zu Gesicht gestanden hätten. Natürlich sorgten bei diesem Festival auch ein großes Festzelt und eine Live Band für Stimmung. Besonders interessant waren dabei die Wege über den Platz. Durch den Schlamm wäre es ratsamer gewesen, auf Skiern die Abhänge hinunter zu schlittern. Die Auswahl an Speis und Trank verführte einige Teilnehmer zu exzessiven Ausschweifungen, genauso wie die gemütlichen Kneipen in der nahe gelegenen Ortschaft. Auf dem Gelände in Somogybabod konnten alle Feld- und Waldwege für das freie Fahren genutzt werden, was natürlich auch ausgiebig genossen wurde. An den scheinbar gut ausgebauten Feldwegen dieses Geländes könnten sich viele Sektionen anderer Offroad-Gelände noch ein Beispiel nehmen. Das Gelände ist derart weitläufig, dass man aber auch leicht die Orientierung verlieren konnte und es oft Stunden dauerte bis man wieder auf den rechten Weg fand. Wenn tatsächlich mal jemand auf die Idee kam, allein mit einem Auto dieses Gelände zu erforschen, konnte es leicht vorkommen, dass er zwar mit dem Auto hinein fuhr, aber zu Fuß zurückkehrte. Hanna und Claus gönnen sich 2007 eine Pause von diesem Ereignis, aber bereits für 2008 steht der Termin wieder unverrückbar im Kalender, denn trotz der weiten Anreise von über 2500 Kilometer von Delmenhorst zum Plattensee und trotz des etwas launischen Wetters war es für sie auf jeden Fall ein tolles Wochenende. Nicht zuletzt lag das, an der sehr gastfreundlichen ungarischen Bevölkerung. Grade der deutschen Trial-Szene kommt es zugute, dass sehr viele Ungarer rund um den Plattensee deutsch sprechen. Und nicht nur das, sie stellten während des Festivals sogar mitunter für die angereisten Offroad-Begeisterten ihre Privaträume als Unterkünfte zur Verfügung. Letztendlich sorgte das Wetter für viel Belustigung und interessante Begebenheiten, die Gastfreundschaft der Einheimischen für Wohlfühl-Stimmung, das abwechslungsreiche Programm für viel Abwechslung und das riesige Gelände für viele graue Haare. Einfach ein unvergessliches Wochenende, das allen Startern und Besuchern viel Spaß brachte. Auch Claus und Hanna schwelgen mit einem Lachen im Augenwinkel in ihren Erinnerungen. Die Beiden nahmen tolle Erinnerungen und viel Schlamm in den Radkästen mit nach Hause.

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